Freeman’s Mind: Episode 29

Slap Up Party: Arad Senki Review

slap_up_party Der Anime Slap up Party geisterte schon einige Zeit bei mir rum und hatte auf anderen Seiten doch recht brauchbare Bewertungen bekommen. Leider kann ich mich diesen nicht wirklich anschließen.

Es handelt sich bei Slap up Party (SuP) um die “Verfilmung” eines angeblich extrem bekannten Koreanischen RPG names Dungeon Fighter Online. Ich muss gestehen, das ich über keinerlei Koreanische-Sprachkenntnis verfüge, aber mir doch einbilde eine brauchbare Allgemeinbildung im Bereich Computerspiele zu verfügen und ich hatte von diesem Spiel noch nie etwas gehört. Wie dem auch sei, SuP ist ein klassischer RPG Anime ala Record of Lodoss War. Bei weitem jedoch nicht so Ernst sondern eher mit einem Schwerpunkt auf Slapstick Comedy.  Auch wenn immer wieder angedeutet wird, das die Bösewichte Globale-Absichten hegen.

Baron ein Krieger (Demon Knight) und der Hauptcharakter, ist wie viele andere von einem Fluch befallen, der ihn immer weiter in einen Dämon verwandelt umso öfter er diese “Dämonischen Kräfte” abruft. Aber bis auf den finalen Showdown und an einer anderen Stelle hat dies keinerlei Auswirkungen auf sein handeln. Er macht sich also auf, ein Heilmittel zu suchen und trifft auf seinen Reisen Ryunmei, eine Kampfkünstlerin, Cabensis einen Waffenspezialisten und die junge Magieren Ixia, die sich ihm anschließen.

Die ersten vier bis sechst Folgen führen die Charaktere ein und danach kommen jede menge Folgen, die so gut wie nichts mit der doch recht mageren Story zu tu haben. Erst gegen Ende (so umdie 19. Folge) versuchen die Produzenten wieder einen roten Faden einzuführen und dem Anime wieder eine Richtung zu verleihen, jedoch leider nur mit mittelprächtigen Erfolg. Denn wiedermal wird in einem eher schlecht konstruiertem Plottwist aus dem angeblichen Bösewicht wiedermal ein Opfer seiner eigenen (undurchschaubaren) Motive und Ambitionen und hastig wird ein anderer Bösewicht aus dem Hut gezaubert, zu dem man fast keinen Bezug hat.

Die Animationsqualität ist Durchschnitt, hier und da werden Standbilder gezeigt die durch Kamerafahren Dynamik ein gehaucht wird und meiner Meinung nach ein Anzeichen von Animationsfaulheit ist. Der Soundtrack ist auch nicht besser, aber das Intro und Ending (das ab der 14. Folge wechselt) ist ganz Amüsant und hübsch anzuschauen. Die Charaktere sind allesamt Stereotypen mit kleineren Ausbrüchen und Charakterschwächen, aber leider nicht genug um hier Tiefgang zu zeigen, der den Namen verdient.

Trotzdem hat der Anime Potential, der leider weitestgehend nicht genutzt wird. Man hätte so viel mehr aus SuP machen können, hätte man den Schwerpunkt nicht auf Comedy gelegt. Ein Anfang wäre auch gewesen eine Kampfchoreographie zu zeigen die mehr als nur zwei oder drei Varianten pro Charakter hat. Im allgemeinen fand ich die Kämpfe Uninteressant bis Langweilig. Das beste sind also der ersten fünf und die letzten acht bis zehn Folgen, der Rest grenzt an Zeitverschwendung. bei 26 Folgen Lauflänge macht das knappe 12 Folgen die kaum bis gar nicht zur Story beitragen, was ich sehr schade finde.

(5.5/10)

The Haunted World of El Superbeasto Review

the-haunted-world-of-el-superbeasto Rob Zombie hat ja schon einiges gemacht, Musik, Filme, Comics und jetzt auch einen Animationsfilm mit dem Namen The Haunted World of El Superbeasto.
Auf diesen Film bin ich eher zufällig gestoßen als ich über einen Trailer im Netz gestolpert bin, dieser hat schon einmal Interesse geweckt. Nach einigem Suchen und Organisieren habe ich ihn dann auch endlich in die Finger gekriegt und sogleich konsumiert. Das Ergebnis war leider etwas “Ernüchternd”. Die Story ist bestenfalls unzusammenhängend, die Gags ziemlich rar oder einfach nicht erkennbar. Der komplette Film scheint nur aus belangloser Gewalt, Sex und Flüchen zu bestehen (nicht das ich mit so etwas Probleme hätte). Allerdings ist alles ziemlich inkonsistent oder man kann es auch “random” nennen. In anderen Reviews habe ich gelesen, das man den Film entweder liebt oder hasst. Dem kann ich auch mit Einschränkung so zustimmen, denn obwohl ich The Haunted World of El Superbeasto recht amüsant fand, ist er doch übelster Trash (in ziemlich jeder Beziehung) und für die meisten reine Zeitverschwendung.

(5/10)

Armored Review

armored Armored bietet eine solide Auswahl an bekannten Namen (u.A. Jean Reno und Laurence Fishburne) und ich war etwas überrascht das ich noch nie was von dem Film gehört hatte.

Der Film dreht sich um ein Sicherheitsunternehmen, das Geldtransporte anbietet. Als wieder eine besonders große Lieferung ansteht, beschließen zwei Teams ihre Gedankenspiele in die Tat um zu setzten und ihre eigene Lieferung aus zu rauben. Jedoch geht etwas schief und startet eine Kette von Ereignissen, die in immer größeren Katastrophen eskalieren. Doch selbst als einige einen Rückzieher machen wollen, können sie nicht mehr.

Armored startet recht langsam, baut Vorgeschichte und ein paar Charaktere auf, bis dann die eigentliche Handlung – Der Überfall – beginnt.  Ich habe eigentlich nur wenig aus zu setzten, die Nebencharaktere sind quasi Unwichtig, bis ihr 5-Minuten kommen. Manche Aktionen würden unter realistischen Gesichtspunkten auch nicht so funktionieren (wie der in 15 sek. improvisierte Sprengsatz) und vor allem der Schluß. Da hatte ich besonders daran zu knabbern, denn dieses erzwungene Happy End in den letzten 5 Minuten, ist echt nicht mein Ding. Ansonsten war eigentlich alles ok, Schnitt, Soundtrack und Hauptcharaktere. Jedoch darf man auch nicht zu viel Erwarten, aber es ist solide einmal Unterhaltung. Mehrmals kann man sich den Film, meiner Meinung nach, nicht geben.

(6.5/10)

Die Horde Review

diehorde Letzte Woche habe ich in meiner nähe eine neue Videothek entdeckt, habe dort etwas gestöbert und habe dort Die Horde gefunden. Der Film sah recht viel versprechend aus und so habe ihn ausgeliehen.

Wie in vielen Zombie-Filmen üblich ist die Story recht mager, ein paar Polizisten wollen sich an einer Gang rächen, weil diese einen ihrer Kollegen getötet haben. Sie stürmen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das verlassene Hochhaus, in dem die Gang sich eingenistet hat und so ziemlich alles geht schief was schief gehen kann. Aus nicht erklärten Gründen kommen dann die Zombies und mischen sich ein. Jetzt sind die Cops und die Gangster gezwungen zusammen zu arbeiten um zu überleben oder um überhaupt aus dem Hochhaus zu kommen.

Ehrlich gesagt hatte ich meine Probleme mit Die Horde, denn für einen Zombie-Film waren die Zombies nicht präsent genug, für einen Katastrophen-Film ist zu wenig kaputt gegangen und für ein Drama können die Charaktere nicht genug Sympathie aufbauen. Ganz zu schweigen, das die Gore-Szenen dank CGI recht unecht aussahen und einfach zu früh ausgeblendet wurden. Den Soundtrack habe ich nicht bewusst war genommen.

Zusammenfassend kann ich eigentlich nur sagen, Die Horde ist doch recht gut produzierter low Budget Trash-Film, der mehr sein will und dessen Charaktere nicht überzeugen und die Zombies einfach nicht genug präsent sind um ihn einen richtigen Zombie-Film zu nennen. Ich musste mich ziemlich Überwinden ihn zu Ende zu sehen, weil ich ihn so langweilig fand, das Ende war dann auch Erwartungsgemäß.

(4/10)

Summer Wars Review

summer-wars-poster_01Der Anime Summer Wars ist eigentlich nur auf meinem Radar erschienen weil er auf AniDB als SciFi und VR getagged ist. Was ich bekommen habe war leider nicht ganz das was ich Erwartet hatte.

Die Geschichte ist recht Simpel, wird aber geschickt erzählt und handelt von Kenji. Einem 11. Klässler der über eine überdurchschnittliche Mathebegabung verfügt und Teilzeit-Job bei OZ als Programmierer hat. OZ ist so etwas wie Second Life, bloß mächtiger. So mächtig, das es aus dem täglichen Leben nicht mehr weg zu denken ist und man mit den entsprechenden Accounts Kontrolle über Infrastrukturen wie das Gas-, Wasser-, Stromnetz, das Verkehrsleitsystem und andere kritischen Elementen des täglichen Lebens hat.
Hier ist auch mein erster und größter Kritikpunkt, kein Informatiker, Datenschützer, Politiker oder Militär würde so eine Zentralisierung von Macht freiwillig zu lassen. So kommt es wie es kommen musste, OZ wird gehackt und man verdächtigt erst mal Kenji.
Das ist im Grunde die komplette Haupt-Handlung, abgerundet wird das ganze noch mit etwas Beziehungsdrama, einer minimalen Liebesgeschichte und Familienproblemen.

Der Animationsstiel wechselt stark von Realität zu VR und war auch einer der Hauptgründe warum ich beim ersten Sichten den Film erst mal auf die Ablage geschoben habe. Der Soundtrack ist mir nicht gesondert aufgefallen, was ich jetzt mal als gutes Zeichen werte, denn dann scheint er meistens zu passen. Die Charaktere sind alle (es gibt eine menge davon) gelungen und lebhaft, manchmal hatte ich kurz das Gefühl eine Ghibli-Produktion vor mir zu haben. Was auch nicht groß verwundert, ist das Summer Wars einen japanischen Animations-Auszeichnung erhalten hat.

Neben dem oben Erwähnten inhaltlichen Problem der Machtzentralisierung, hatte ich jedoch ein anderes. Wenn ich den Tag Sci-Fi und Virtual Realities sehe, erwarte ich nicht so einen komischen Heimatfilm mit Happy-End, der zwar durchaus Gelungen ist, aber für mich einfach nicht ganz Stimmig ist. Für mich Fehlt etwas und das muss noch nicht mal Gewalt sein, aber etwas Düsteres, Unheimliches und Unbekanntes. Aber um all dies Macht der Film einen so großen Bogen, das man dies schon fast als Leistung bezeichnen muss. Aber zu einem ist Summer Wars definitiv gut und zwar jedem der sich nicht mit dem Thema (Daten-)Sicherheit und Internet auskennt, die Gefahren von von strukturellen Missbrauch näher zu bringen. Es gibt nämlich einen guten Grund bestimmte Datenbanken, Dienste und Netzwerke von einander getrennt zu halten. Sonst muss man halt damit Rechnen das einem ein Satellit aufs Haus fällt.

(7.5/10)