{"id":2169,"date":"2011-07-10T03:36:55","date_gmt":"2011-07-10T01:36:55","guid":{"rendered":"http:\/\/helgekoenig.de\/?p=2169"},"modified":"2011-07-10T04:01:18","modified_gmt":"2011-07-10T02:01:18","slug":"freenas-8-projekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/helgekoenig.de\/?p=2169","title":{"rendered":"FreeNAS 8 Projekt"},"content":{"rendered":"<p>Das moderne digitale Leben bringt es mit sich, das jeder mit der Zeit eine Menge an Daten ansammelt. Musik, Bilder, Filme, Dokumente, andere Daten und deren Sicherheitskopien verschlingen eine menge Platz.<br \/>\nIn grauer Vorzeit war die Speicherung auf CDs und DVDs eine Alternative, mit sinkenden Preisen f\u00fcr Festplatten, in Kombination mit der (relativ) begrenzen Lebensdauer von optischen Datentr\u00e4gern begann ich Festplatten als Speichermedium zu erschlie\u00dfen. Als ich dann die dritte USB-Festplatte im Betrieb hatte, musste ich erkennen das dies auch keine Praktische L\u00f6sung war. Sp\u00e4testens dann, als die erste von diesen den Weg allen Irdischen ging und ich mal wieder mit Datenverlust konfrontiert wurde. So schaffte ich mir meine erste Buffalo TerraStation Pro 2 NAS an und benutzte diese als Datenspeicher in meinem Netzwerk. Das ging ein Jahr lang sehr gut, bis diese ihre Kapazit\u00e4tsgrenzen erreicht hatte, also musste eine zweite her. Die beiden leisteten mir weitere zwei Jahre treue Dienste, bis ich wieder einmal Erkennen musste das dies keine L\u00f6sung f\u00fcr mein Datenaufkommen war, die ich finanziell Rechtfertigen konnte. Mit steigendem Volumen, steigt der Preis f\u00fcr Network Attached Storages betr\u00e4chtlich.<\/p>\n<p>In meiner Not verwertete ich alte Rechner und verwendete diese als Zwischenl\u00f6sung. Unter Windows war der administrative Aufwand ein Alptraum, st\u00e4ndige Updates f\u00fcr Betriebssystem, Virenscanner und andere Applikationen mussten verwaltet werden. Andauernd war ich mittels Remote Desktop auf meiner Windows Server wenn ich sie verwenden wollte und so richtete ich mein Augenmerk auf das FreeNAS Projekt. FreeNAS ist eine Unix Distribution die auf FreeBSD basiert und normale Rechner (oder Server) in eine NAS mit allen erdenklichen Spielereien umwandelt und diese dann bequem \u00fcber eine Weboberfl\u00e4che verwaltet werden k\u00f6nnen. So baute ich mir einen Rechner zusammen der alle USB-Festplatten und NAS abl\u00f6sen sollte. Auf diesen Installierte ich FreeNAS 7.1 und alles klappte hervorragend. Nur ist im laufe der letzten 15 Jahre meine Paranoia was Datenverlust betrifft auf ein solches Level gestiegen das ich mir eine weiten FreeNAS Rechner anschaffen habe, so das ich ein Sicherung meiner urspr\u00fcnglichen FreeNAS 7.1 haben kann. Ich m\u00f6chte in keinster Weise behaupten, das FreeNAS als Distribution anf\u00e4llig w\u00e4re, nur habe ich viel zu oft Erkennen m\u00fcssen das jede Form von Technologie anf\u00e4llig ist. Um gegen dieses (nicht ganz so) theoretische Szenario vorbereitet zu sein, m\u00f6chte ich \u00fcber meine neue FreeNAS 8 berichten. Die L\u00f6sung die ich hier darbiete, ist f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse des \u201enormalen\u201c Benutzers schlichtweg Overkill. Aber ich wollte f\u00fcr mehr als nur ein paar Jahre in die Zukunft abgesichert sein, was das verf\u00fcgbare Datenvolumen betrifft. Hier die Auflistung der Verbauten Hardware:<\/p>\n<ul>\n<li>1x Sharkoon Rebel 12 Big-Tower Value-Editon &#8211; black<\/li>\n<li>2x Revoltec L\u00fcfter AirGuard PWM 80x80x25mm<\/li>\n<li>3x Zalman ZM-HDR1 3-Bay HDD Rack &#8211; black<\/li>\n<li>1x Aerocool Shark Black Edition L\u00fcfter &#8211; 140mm<\/li>\n<li>1x Enermax ErPro80+ Netzteil &#8211; 500 Watt<\/li>\n<li>3x Promise Technology SATA 300 TX4 S-ATA Controller<\/li>\n<li>1x Transcend 4GB IDE Flash Module<\/li>\n<li>1x Gigabyte GA-P55-UD3L Rev. 2.3<\/li>\n<li>2x 4096MB Kingston<\/li>\n<li>1x MSI GeForce GT 210<\/li>\n<li>1x Intel Core i3 540 (3,06GHz)<\/li>\n<li>12x 2000GB Western Digital Caviar Green<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit dem Versionssprung bei FreeNAS von 7 auf 8 sind auch die Anforderungen an die Hardware deutlich gestiegen. Ich werde darauf nicht besonders eingehen, da je nach Konfiguration und Einsatzzweck dieser Variieren kann. Jeder der selber \u00dcberlegt FreeNAS ein zu setzten empfehle ich dringendst eine eingehende Lekt\u00fcre der Wiki (Dokumentation). Besonders was die Hardwarekompatibilit\u00e4t betrifft sollte man sich schlau machen. FreeBSD, auf dem FreeNAS basiert, ist ein Unix was nat\u00fcrlich alle Vor- und Nachteile mit sich bringt. Es wird mehr unterst\u00fctzt als in der Dokumentation angegeben wird, aber die Verwendung von nicht aufgef\u00fchrter Hardware kann zu unerwarteten Fehlern oder Inkompatibilit\u00e4t f\u00fchren. Hier sind wir schon bei dem ersten Nachteil von FreeNAS, die n\u00f6tige Recherche die vorab ausgef\u00fchrt werden sollte, ist aufwendig und Zeitraubend. Im Gegenzug wird man mit einem zuverl\u00e4ssigen L\u00f6sung f\u00fcr seine Speicherbed\u00fcrfnisse belohnt.<\/p>\n<p>Aber zur\u00fcck zu meiner verwendeten Hardware. Das Sharkoon Rebel 12 Geh\u00e4use bietet ausreichend Platz f\u00fcr alle Komponenten und die n\u00f6tigen Kabelstr\u00e4nge, dies erm\u00f6glicht eine gute Luftk\u00fchlung was wiederum die Lebensdauer der Festplatten verbessert. Das Enermax Netzteil ist etwas \u00dcberdimensioniert, eigentlich h\u00e4tten 400-450 Watt ausgereicht. Leider waren diese Netzteile bei dem Lieferant meines Vertrauens vergriffen und ich musste auf dieses ausweichen. Ich bin mir nicht  sicher ob diese Faustregel immer noch aktuell ist, aber man sollte die Wattleistung seines Netzteiles immer so kalkulieren das es mindestens zu 80% ausgelastet ist. Dies spart nicht nur Geld f\u00fcr den Strom, sondern sorgt auch f\u00fcr eine bessere Effizienz der aufgewendeten Energie.<br \/>\nDas 4GB Flash Modul von Transcend, hatte ich noch herumliegen und verwende ich als Datentr\u00e4ger f\u00fcr das Betriebssystem. Bei FreeNAS 8 k\u00f6nnen die Datentr\u00e4ger auf denen es installiert ist, nicht mehr als zus\u00e4tzliches Speichermedium weiter verwendet werden, weswegen es empfohlen wird USB-Sticks oder \u00c4hnliches daf\u00fcr zu verwenden. Dies bringt mich zu dem Mutterbrett, das Gigabyte GA-P55. Das GA-P55 w\u00e4hlte ich, weil es bereits \u00fcber eine NIC, einen IDE Steckplatz f\u00fcr das Flash Modul und genug PCI Steckpl\u00e4tze f\u00fcr die Controller hat. Ich h\u00e4tte nat\u00fcrlich auch eines nehmen k\u00f6nnen, das von Haus aus schon \u00fcber genug SATA Steckpl\u00e4tze verf\u00fcgt, aber ich bevorzuge Controller. Das kommt daher, das ich die drei noch von fr\u00fcheren Projekten hatte. Der Promise Technology SATA 300 TX4 bietet zwar nicht den besten Datendurchsatz im Vergleich zu anderen, was im Einsatz \u00fcber Raid aber wieder etwas relativiert wird. Hinzu kommt, das ich den gleichen Controller schon bei meiner alten FreeNAS 7.1 im Einsatz habe bis heute keine Probleme hatte. F\u00fcr die CPU w\u00e4hlte ich das g\u00fcnstigste was gerade im Angebot war und nahm den Intel Core i3 540. Meine alte NAS verwendet einen 2,6 GHz Dualcore und der ist niemals \u00fcber 30% Last gestiegen. Die Mindestanforderung von FreeNAS an den Arbeitsspeicher bei der Verwendung von ZFS sind 6 GB, also dachte ich mir belege ich gleich alle Steckpl\u00e4tze mit je einen 2048MB Modul. Die Grafikkarte br\u00e4uchte man theoretisch nur f\u00fcr die Installation, da sp\u00e4ter alles \u00fcber die Weboberfl\u00e4che verwaltet wird. Ich entschied mich also f\u00fcr das kleinste und billigste Modell was auf Lager war, die MSI GeForce GT 210. Zu guter Letzt kommen wir zu den Festplatten, die 2000GB Western Digital Caviar Green verwende ich bereits in meiner alten NAS und anderen Rechnern. Die Stromaufnahme ist relativ gering, weswegen man auch am Netzteil sparen kann. Sie ist vielleicht nicht so Performant wie andere, aber ich brauche einen Massenspeicher f\u00fcr ein Raid. Da warte ich lieber etwas l\u00e4nger bei der Daten\u00fcbertragung und spare mir zig Euro bei der Anschaffung. Neun der zw\u00f6lf WD Festplatten werden in Zalman ZM-HDR1 Wechselrahmen verbaut, die restlichen Intern. Das ZM-HDR1 Erm\u00f6glichen den einfachen Austausch der Festplatte bei versagen. Diese Lektion habe ich schmerzlich bei meiner alten NAS gelernt. Hier sind die Festplatten in gek\u00fchlten Festplattenrahmen verbaut und ich muss jedes mal fast den kompletten Rechner zerlegen um nur eine Festplatte aus zu tauschen. Wenn man so viele Festplatten wie ich einsetzt, sollte man sich eine Liste der Festplatten, ihren Seriennummern und ihrer Platzierung anlegen. Das beschleunigt den Austausch und man muss nicht erst noch lange analysieren und suchen welche Festplatte denn jetzt den Geist aufgegeben hat.<br \/>\nFreeNAS 7 bietet in der Festplatten\u00fcbersicht eine Liste auch mit den Seriennummern an, wenn man sich eine Liste erstellt hat kann man einfach gegen pr\u00fcfen welche Seriennummer in der Liste fehlt und man wei\u00df welche HDD ausgefallen ist. In der aktuellen Version 8 ist diese Seriennummern \u00dcbersicht noch nicht vorhanden, soll aber im n\u00e4chsten Update nachgeliefert werden. Auf die genauen Unterschiede der Versionen, m\u00f6chte ich aufgrund des Umfanges nicht eingehen. Dazu empfehle ich das Wiki von FreeNAS.<\/p>\n<p>Nach Stunden des Auspacken, Zusammenbauens und der M\u00fcllentsorgung war meine neue NAS so weit. Urspr\u00fcnglich wollte ich die einzelnen Schritte mit meiner Digitalkamera dokumentieren und hier ver\u00f6ffentlichen, von diesem Vorhaben bin ich aus Zeitgr\u00fcnden und den begrenzen Platz in meiner Wohnung abgekommen. Ich hoffe ihr seid mich nicht b\u00f6se, wenn ich nur das Endergebnis hier pr\u00e4sentiere.<br \/>\nDas knapp \u00fcber 100 MB gro\u00dfe Image habe ich auf eine CD gebrannt und mittels eines USB-DVD-Laufwerkes auf dem Flash Modul installiert. Dieser Vorgang hat (mit CD Rohling suchen) vielleicht 10 Minuten gedauert. Im BIOS sollte man die Reihenfolge der Bootdatentr\u00e4ger anpassen. Das beschleunigt den Bootvorgang, da der Rechner nicht versucht die Festplatten die f\u00fcr das Raid zust\u00e4ndig sind, nach einem Betriebssystem ab zu suchen. Nach dem darauffolgenden Neustart hat sich FreeNAS \u00fcber DHCP gleich eine IP gezogen und ich konnte mich mittels des Standard Benutzers admin (Passwort freenas) auf der Weboberfl\u00e4che anmelden. Als erstes stehen grundlegende Einstellungen wie Hostname, Datum und Uhrzeit an. Wenn man m\u00f6chte kann man auch die Liste der NTP Server anpassen um seine favorisierten zu verwenden. Jetzt erstellt man alle Benutzerkonten um den Zugang auf die NAS zu erm\u00f6glichen. Danach habe ich alle verf\u00fcgbaren Festplatten einem Raid-Z mit dem ZFS Dateisystem hinzugef\u00fcgt und diesem Volume den \u00fcberaus kreativen Namen Raid zugewiesen. Damit wir  auf das Raid zugreifen k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir noch die Dienste konfigurieren und aktivieren mit denen wir zugreifen wollen. F\u00fcr den Anfang ist das bei mir FTP und CIFS.<\/p>\n<p>Nach dieser initialen Mausklickorgie steht das FreeNAS System nun zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Wie ich bereits Erw\u00e4hnte, ist die Variante mit selbstgebautem Rechner mittels FreeNAS bei weitem g\u00fcbstiger als fertige L\u00f6sungen von Buffalo, QNAP oder anderen Anbietern. FreeNAS 7.1 leistet mir seit Jahren treue Dienste und ich Erwarte nichts geringeres f\u00fcr FreeNAS 8. Wenn das Raid fertig initialisiert ist, werde ich die Daten der alten auf die neue NAS replizieren. Nach erfolgreicher Verifizierung der Daten werde ich die alte NAS auf Version 8 updaten. Leider werden dabei alle Daten vernichtet, was auch ein Grund f\u00fcr diese Anschaffung war.<\/p>\n[nggallery id=7]\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>FreeNAS Webseite: <a href=\"http:\/\/www.freenas.org\/\">http:\/\/www.freenas.org\/<\/a><br \/>\nFreeNAS Wiki\/Dokumentation: <a href=\"http:\/\/doc.freenas.org\/\">http:\/\/doc.freenas.org\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das moderne digitale Leben bringt es mit sich, das jeder mit der Zeit eine Menge an Daten ansammelt. Musik, Bilder, Filme, Dokumente, andere Daten und deren Sicherheitskopien verschlingen eine menge Platz. In grauer Vorzeit war die Speicherung auf CDs und &hellip; <a href=\"https:\/\/helgekoenig.de\/?p=2169\">Weiter<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[211],"tags":[309,355],"class_list":["post-2169","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-netzkultur-it-stuff","tag-freenas","tag-nas"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/helgekoenig.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2169","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/helgekoenig.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/helgekoenig.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/helgekoenig.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/helgekoenig.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2169"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/helgekoenig.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2169\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/helgekoenig.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2169"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/helgekoenig.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2169"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/helgekoenig.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2169"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}