{"id":2278,"date":"2011-11-28T09:35:42","date_gmt":"2011-11-28T08:35:42","guid":{"rendered":"http:\/\/helgekoenig.de\/?p=2278"},"modified":"2017-02-13T20:31:04","modified_gmt":"2017-02-13T19:31:04","slug":"the-elder-scrolls-v-skyrim-pc-rezension","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/helgekoenig.de\/?p=2278","title":{"rendered":"The Elder Scrolls V: Skyrim (PC)"},"content":{"rendered":"<p>Rollenspiele sei es die Variante mit W\u00fcrfel, Stift und Papier oder die Elektronischen sind seid sehr langer Zeit ein gro\u00dfes Hobby von mir. So stand es nat\u00fcrlich au\u00dfer Frage das ich auch den f\u00fcnften Teil in der Elder Scrolls Reihe, Skyrim, spiele.<\/p>\n<p>Skyrim spielt, wie der Name schon andeutet, in der gleichnamigen n\u00f6rdlichen Provinz Tamriels und die Handlung setzt ca. 200 Jahre nach den vierten Teil Oblivion ein. Wie in den meisten Rollenspielen \u00fcblich ist die Situation die sich dem Spieler bietet keine sch\u00f6ne. Der amtierende Hochk\u00f6nig wurde ermordet und ein B\u00fcrgerkrieg ist entbrannt. Auf der einen Seite die Stormcloaks die Skyrim in die Unabh\u00e4ngigkeit f\u00fchren und die Imperiumstreuen, die dies Verhindern wollen. Um die drohende Katastrophe noch etwas an zu heizen, tauchen \u00fcberall die f\u00fcr ausgestorben gehaltenen Drachen wieder auf. Die Drachen stehen unter der Kontrolle von Alduin, den Weltenfresser und k\u00fcndigen so, wie in der Prophezeiung vorhergesagt, das Ende der Welt an. Der Spieler schl\u00fcpft in die Rolle des Drachenblutes, einem Sterblichen mit der Seele und Blut eines Drachen. Es liegt an ihm der Drachenbedrohung entgegen zu treten, die Seelen erlegter Drachen sich nutzbar zu machen, um so die Sprache der Drachen nach und nach zu erlernen. Die Drachische Sprache ist \u00e4u\u00dferst m\u00e4chtig und kann in Schreie geb\u00fcndelt werden. Dank dieser Schreie kann der Spieler, wie seine entfernten gefl\u00fcgelten Verwandten, nicht nur Feuer- und Eis spucken, sondern auch viele anderen Sachen anstellen.<\/p>\n<p>Skyrim habe ich nach ca. 54 Spielstunden durchgespielt, was bedeuten soll, dass ich das Spiel nicht zu 100% abgeschlossen habe. Noch immer habe ich Dutzende von Nebenmissionen, nicht alle Missionen aller Fraktionen abgeschlossen oder alle F\u00e4higkeiten erlangt. Ich habe lediglich alle Missionen der haupts\u00e4chlichen Handlung und einen Gro\u00dfteil vom Rest abgeschlossen. Irgendwann wollte ich einfach mal einen Schlussstrich ziehen. Wie in Elder Scrolls Spielen \u00fcblich ist die Welt riesig und es gibt immer etwas zu tun. Um wirklich alles zu vollenden, sind, bestimmt mehrere Hundert Stunden von N\u00f6ten, die ich nicht bereit bin aufzubringen.<br \/>\nDie Welt von Skyrim ist so, wie man sich eine nordisch inspirierte Fantasy-Welt vorstellt. Harte Typen (beiderlei Geschlechts) die der harschen aber wundersch\u00f6nen Natur trotzten. Jeder Charakter hat seine Geschichte und Probleme, bei vielen davon kann der Spieler helfen. So ist der Spieler fast unabl\u00e4ssig dabei durch das Land zu reisen um Riesen, Drachen, Monster und sonstige Bedrohungen zu bek\u00e4mpfen. Dabei ist es ganz dem Spieler \u00fcberlassen, wie er das anstellt. Zu dem Repertoire z\u00e4hlen Zauber (der verschiedenen Gattungen), Pfeil und Bogen, Ein- und Zweihandwaffen, Schilde und Zauberst\u00e4be. Je nachdem was der Spieler wie oft verwendet, so steigt er in der damit verbundenen Fertigkeit auf. Nach jedem Stufenanstieg muss der Spieler entscheiden ob er Mana-, Lebens- oder Ausdauerpunkte erh\u00f6ht. Auf die sonst \u00fcblichen Attribute wurde g\u00e4nzlich verzichtet. Dazu steht ihm auch noch ein Fertigkeitspunkt zu, mit der er eine besondere Eigenschaft erwerben kann. Mei\u00dfens handelt es sich dabei um passive Boni, die die Effektivit\u00e4t der entsprechenden Fertigkeit erh\u00f6hen. Die Entscheidung, was der Spieler bei jedem Stufenanstieg steigert, sollte aber wohl \u00fcberlegt sein. Am Anfang kommen die Stufenanstiege noch schnell nacheinander. Ab Stufe 30 beginnt es sich jedoch merklich zu verlangsamen. Es ist zwar theoretisch m\u00f6glich in jeder Fertigkeit Rang 100 zu erreichen, aber die Fertigkeitspunkte sind begrenzt und so muss man sich Entscheiden, wo man seine Schwerpunkte setzten, m\u00f6chte. Ich entschied mich f\u00fcr einen Krieger in schwerer R\u00fcstung, zwei Einhandwaffen, Schmiede- und Verzauberkunst und etwas Magie f\u00fcr nebenbei. Damit bin ich besonders im mittleren und sp\u00e4teren Verlauf so gut gefahren, dass ich Skyrim als viel zu einfach empfand. Sobald ich Schmieden und Verzaubern auf den maximalen Wert gebracht habe, konnte ich mir Waffen und R\u00fcstungen herstellen (und verzaubern), die mich nahezu unbesiegbar machten. Normale Gegner streckte ich mit einem Schlag nieder, Drachen mit einer Kraftattacke meiner beiden Einhandwaffen und f\u00fcr den finalen Endgegner des Spiels Alduin brauchte ich 2 Kraftattacken oder ca. 2 Sekunden. Mein R\u00fcstungswert und Lebenspunkte war so hoch das ich problemlos von Geb\u00e4uden springen konnte, Fallen einfach ausl\u00f6ste und durchgelaufen bin (weil es schneller war) und ganze D\u00f6rfer befriedet habe ohne ins schwitzten zu kommen.<br \/>\nDie wenigen R\u00e4tsel, die es in Skyrim gibt, sind meist in Sekunden- oder Minutenschnelle gel\u00f6st und das soll etwas hei\u00dfen, da ich R\u00e4tsel normalerweise verabscheue. Die meiste Zeit verbrachte ich damit in Dungeons einen Schalter oder Hebel zu suchen, der mir das Weiterkommen erm\u00f6glichte.<br \/>\nDas Gimmick von Skyrim, die Drachenschreie habe ich nach anf\u00e4nglichem Interesse fast durchgehend ignoriert. Der Intervall mit der man diese einsetzten kann ist (selbst mit Gegenst\u00e4nden, die diese verk\u00fcrzen) zu hoch oder der gew\u00fcnschte Effekt nicht effektiv um den Zeitaufwand zu rechtfertigen. Jeder Schrei besteht aus drei W\u00f6rtern, jedes Wort muss man erst entdecken, lernen und dann mithilfe einer zuvor absorbierten Drachenseele aktivieren. Es gibt insgesamt 23 Schreie im Spiel und nur bei ein oder zwei bekommt man gleich alle drei W\u00f6rter. Es bedarf eines riesigen Zeitaufwandes (oder jede Menge Gl\u00fcck) sich hier ein gro\u00dfes Repertoire zu zulegen. Erschwerend kommt hinzu das die Standorte der Tafeln dem Spieler nicht bekannt sind. Nur knapp die H\u00e4lfte der Schreie findet der Spieler im Verlauf einer der Hauptmissionen, den Rest muss umst\u00e4ndlich gesucht werden (hier gibt es jedoch ab einem bestimmten Punkt der Handlung Hilfestellung). Aber wie ich bereits erw\u00e4hnte sind die meisten Schreie ohnehin ineffektiv, den einzigen wichtigen und wirklich praktischen Schrei erh\u00e4lt man erst am Ende des Spiels (dann, wenn man ihn eigentlich fast nicht mehr braucht). Einen Schrei, mit dem der Spieler Drachen zur Landung zwingen kann. Wo wir beim Thema Drachenkampf w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Die erste wirkliche Konfrontation mit einem Drachen war ein echtes Erlebnis. Der Spannungsbogen wurde dank der dazugeh\u00f6rigen Mission gut aufgebaut und der Kampf an sich war ansprechend. Der fliegende Drache zieht seine Bahnen und verw\u00fcstet dabei die Umgebung. Mittels Magie oder Pfeil und Bogen versucht man ihn zu treffen, was in der Bewegung eher ein Gl\u00fccksspiel ist und wartet darauf das er landet. Setzt er gerade zu dieser an, eilt man zu ihm und deckt ihn mit Attacken ein, bis man wieder in Deckung hechten muss. Dieses Katz- und Mausspiel besch\u00e4ftige mich bestimmt gute 15 Minuten, dann war er endlich besiegt. Daraufhin beginnt er zu verbrennen und sich in einer feurigen Wirbelwind Animation aufzul\u00f6sen (man absorbiert seine Seele), bis nur noch sein Skelett \u00fcbrig bleibt. Nachdem ich mich so mit ihm abm\u00fchte, hatte ich irgendwie mehr erwartet. In etwa wie bei dem Film Highlander mit <a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/name\/nm0000483\/\">Christopher Lambert<\/a>, bei dem er seinen Trumpf in einer kakophonischen Explosion in die Welt hinaus schreit. Nicht so ein antiklimatisches Feuerwerk, das nach dem 20. Drachen nicht mal mehr ein m\u00fcdes L\u00e4cheln zutage bringt. Die meiste Zeit im Drachenkampf verbringt man sowieso damit zu versuchen die bl\u00f6den Viecher in der Luft zu treffen und verschwendet dabei jede Menge Pfeile und Mana. Nur um dann damit belohnt zu werden das die nicht in der unmittelbaren Umgebung landen und schon wieder in der Luft sind, wenn man den Drachen endlich erreicht hat.<\/p>\n<p>Aber genug von Drachen kommen wir zu meinem zweit gr\u00f6\u00dften Kritikpunkt, dem Interface. Mir ist durchaus klar das Skyrim einer der besseren Konsolenports ist, die mit bis jetzt untergekommen sind. Das hei\u00dft aber noch lange nicht das ich solche gravierenden Unzul\u00e4nglichkeiten akzeptiere. Die Steuerung mit der Maus in den Men\u00fcs war meisten so ungenau das ich dazu \u00fcber gegangen bin, nur noch mit der Tastatur zu navigieren. Viel zu oft w\u00e4hlte ich das Falsche aus, weil die Mausauswahl einfach sporadisch und willk\u00fcrlich rumspringt. Das Inventar ist nach Kategorien (Waffen, Kleidung, B\u00fccher, Essen, etc.) und dann alphabetisch sortiert. Leider wird das bei gr\u00f6\u00dferer Auswahl sehr un\u00fcbersichtlich und man scrollt permanent hin und her. Gegenst\u00e4nde oder auch Zauber kann man als Favorit markieren und dann im normalen Spielverlauf ein Favoritenmen\u00fc aufrufen, indem man sich aussucht, was die Situation gerade erfordert. Das HUD, das die Lebens-, Mana-, Ausdauer und Ladebalken f\u00fcr die Waffen anzeigt, ist \u00fcbersichtlich und gut anzusehen. Nur leider blendet es sich andauernd aus, wenn sich keine \u00c4nderung eintritt. Bei dem Ladebalken war dies f\u00fcr mich ein konstantes \u00c4rgernis. Viel zu oft merkte ich erst viel zu sp\u00e4t, das meine Waffen entladen (und somit ineffektiv) waren und ich sie wieder aufladen musste. In den Optionen fand ich auch nur eine Einstellung um sie noch schneller auszublenden, nicht sie permanent anzeigen zu lassen.<\/p>\n<p>Findige Modder haben sich den meisten dieser Problemen bereits zugewannt, nur wollte ich Skyrim durch Mods in der fr\u00fchen Entwicklungsphase nicht noch instabiler machen, als es schon ist. Das ist auch mein aller gr\u00f6\u00dfter Kritikpunkt an Skyrim, das Spiel ist mir alle Nase lang abgest\u00fcrzt. Gott sei Dank halten sich die Ladezeiten in Grenzen und so war ich immer wieder flott im Geschehen. Aber die Stabilit\u00e4t erinnerte mich unl\u00e4ngst an fr\u00fche Stalker-Zeiten. Ich konnte kein Muster erkennen, manchmal lief das Spiel ein paar Stunden ohne Probleme oder st\u00fcrzte alle paar Minuten ab. Ich wurde so paranoid mit dem Speichern, das ich durchschnittlich 700-mal die Stunde Schnellspeicherte (ja ich habe einmal mitgez\u00e4hlt).<\/p>\n<p>Das meiste was ich hier kritisiere sind Kleinigkeiten, das ist mir auch klar. Vieles l\u00e4sst sich durch Mods und Updates in Zukunft beheben. Manches habe ich auch nicht erw\u00e4hnt, so das hier und da Clippingfehler auftreten (ich bin einmal durch den Boden in den tot gest\u00fcrzt), ein paar Quests verbuggt sind oder das NPC die mit mir im Dialog sind weiterlaufen oder mich im Kampf blockieren. Das kann ich alles bei so einem Mammut-Rollenspiel aus der Elder Scrolls Reihe verkraften. Skyrim macht Spa\u00df, hat eine dichte Atmosph\u00e4re, glaubhafte Charaktere, wundersch\u00f6ne Landschaften und einen tollen Soundtrack. Jeder der auch nur entfernt an Rollenspielen interessiert ist sollte Skyrim ausprobieren, man muss nur aufpassen, dass man nicht zu viel Zeit investiert. Das geht n\u00e4mlich ganz schnell, wie ich selber feststellen musste.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" style=\"width: 120px; height: 240px;\" src=\"http:\/\/rcm-de.amazon.de\/e\/cm?lt1=_blank&amp;bc1=000000&amp;IS2=1&amp;bg1=FFFFFF&amp;fc1=000000&amp;lc1=0000FF&amp;t=helgkoen-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as4&amp;m=amazon&amp;f=ifr&amp;ref=ss_til&amp;asins=B004J2L10S\" width=\"300\" height=\"150\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rollenspiele sei es die Variante mit W\u00fcrfel, Stift und Papier oder die Elektronischen sind seid sehr langer Zeit ein gro\u00dfes Hobby von mir. 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