Warehouse 13 (Staffel 1&2)

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warehouse_13 Nachdem ich neulich den Trailer für Warehouse 13 im deutschen Fernsehen gesehen hatte, dachte ich mir ich gebe mal meinen Senf zu dieser Serie. Ich habe mir schon vor längerer Zeit abgewöhnt, Serien im deutschen Fernsehen zu sehen und so bin ich auf dem amerikanischen Stand der Dinge.

Das zugrunde liegende Konzept der Serie ist recht Simpel, eine Geheimorganisation sorgt dafür das die Welt sicher vor Artefakten mit außergewöhnlichen oder übernatürlichen Kräften ist.
Die Serie setzt ein, als die Secret Service Agenten Pete Lattimer (Eddie McClintock) und Myka Bering (Joanne Kelly) in einer Nacht und Nebel Aktion von ihrer neuen Vorgesetzten Mrs. Irene Frederic (CCH Pounder) zu ihrer neuen Stelle abkommandiert werden. Ihnen wird nicht gesagt was sie tun sollen, nur wohin sie sollen. Das erfreut beide natürlich nicht besonders und sie sind überaus kritisch, was ihren neuen Auftrag betrifft. Vor dem Lagerhaus, mitten im Nirgendwo im Dakota, treffen sie Artie Nielsen (Saul Rubinek). Artie ist ihr neuer Teamleiter und versorgt sie mit neuen Einsätzen und unterstützt sie über ein spezielles Radiotelefon (benannt nach Philo Farnsworth) mit Hintergrundinformationen. Wenn die Situation es erfordert, verlässt Artie seinen Schreibtisch und rettet (meistens) den Tag mithilfe seiner langen Erfahrung. Der Letzte in der Runde der erwähnenswerten Personen ist Claudia Donovan (Allison Scagliotti), sie ist die Jüngste in der Truppe und sieht in Artie einen Vaterersatz. Darüber hinaus hochbegabt, was Technik betrifft, und hat einen Hang die Situation zu verschlimmbessern.

Nachdem ich die ersten paar Folgen gesehen hatte, war ich am Überlegen, ob ich meine Zeit wirklich mit so etwas aufwenden sollte. Warehouse 13 erschien mir wie eine Inkarnation der X-Akten mit Scully & Mulder als Komödien-Duo, die versuchen die Welt vor Alltagsgegenständen zu beschützten. Dabei hat die Serie einen Hang zum Steampunk, mit dem ich so gar nichts anfangen kann. Glücklicherweise ist Warehouse 13 konstanter Nacharbeitung unterlegen und so wandeln sich manche Dinge mit der Zeit. In der Pilotfolge erfährt der Zuschauer, dass das Warenhaus abgeschirmt ist und keine Handys funktionieren, ein paar Folgen später werden SMS und Anrufe über Mobiltelefone geführt. Das „Büro“ des Warenhauses und einer der primären Schauplätze der Serie, wirkt anfangs heruntergekommen und vermüllt. Spätestens als Claudia auftaucht, hat sich das in unaufgeräumt und belebt verändert.

Was mich aber am meisten bei Warehouse 13 stört, ist die Tatsache, dass die reale Geschichte mit Füßen getreten wird. Ich kann mit Zähneknirschen noch akzeptieren, das man irgendwelchen Gegenständen nimmt und behauptet „diese Pistole hat Nikola Tesla gebaut, deswegen verschießt die Blitze“. Aber wenn die Serie anfängt, die Geschichte auf humoristische Art und Weise im Detail zu verdrehen sondern schlichtweg neu schreibt, dann ist bei mir Schluss. Ich will gar nicht wissen wie viele Vollpfosten in der Welt glauben das H.G. Wells eine Frau ist, nur weil sie Warehouse 13 gesehen habe. In diesem Kreuzzug zur Vergewaltigung der Weltgeschichte, erscheint es fast schon trivial, wie sich die Warenhaus Agenten über jede Form von rechtsstaatlichen Gesetz, Ordnung und Ländergrenzen hinwegsetzten um die Welt zu beschützten, ohne ein Mandat von der Welt zu haben. Dabei exerzieren sie in bester Muppet Show Manier ihren jeweiligen Auftrag durch und es ist immer wieder ein Wunder wie sie es schaffen nicht alle kläglich drauf zu gehen.

In der ersten Hälfte der ersten Staffel will die Serie mehr sein, als sie kann, das haben die Produzenten gemerkt und das Konzept entsprechend geändert. Herausgekommen ist eine sehr seichte humoristische Serie von schwankender Ernsthaftigkeit (meistens auf Nullniveau).

Wenn man es schafft, die von mir aufgeführten Kritikpunkte zu akzeptieren oder zu ignorieren sollte man seinen Spaß mit der Serie haben. Ich hätte mir nur gerne wieder eine ernsthafte Sci-Fi Serie gewünscht, aber man muss nehmen, was man bekommt.

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