Meine Meinung zu Prometheus – Dunkle Zeichen

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Vor ein paar Tage habe ich endlich die Zeit gefunden mir Prometheus anzusehen und ich brauchte wirklich etwas Zeit um mir klar zu werden was ich da überhaupt gesehen habe. Der Regiseur Ridley Scott, begann Prometheus als Prequell des bekannten Alien-Franchise. Irgendwann im Laufe der Produktion des Films hat sich das geplante Prequell in einen Reboot verwandelt. Das überrascht nicht wirklich, Hollywood ist seit einigen Jahren darauf gekommen, das man alte Filme einfach neu verfilmen kann, obwohl das hier nicht ganz zutrifft.

Der Film beginnt mit einem Konstrukteur, der eine schwarze Flüssigkeit trinkt, daraufhin in einen Fluss fällt und sich auflöst. Nach einem Szenenwechsel sehen wir wie das Archäologenpaar Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) eine steinzeitliche Wandmalerei entdecken, die nach ihrer Deutung einen Außerirdischen mit einer Sternenkonstellation zeigt. In Peter Weyland (Guy Pearce) finden die beiden einen Sponsor für eine Expedition zu dem Planeten LV-426 in dieser Sternenkonstellation. Die Beiden und der Rest der Besatzung der Prometheus erwacht aus dem Kälteschlaf, als sie auf LV-426 angekommen sind. Die fast zweieinhalb jährige Reise wurde von dem Androiden David (Michael Fassbender) überwacht. Shaw und Holloway informieren die Besatzung das die Mission daraus besteht Kontakt mit den Konstrukteuren aufzunehmen. Nach kurzer Suche finden sie eine Anzahl von Bergen, in dessen Höhen eine atembare Atmosphäre herrscht, im Gegensatz zur restlichen toxischen Planetenatmosphäre. Schon bald finden sie Leichen von mehreren Konstrukteuren und mehrere holografische Aufzeichnungen die Ausschnitte zeigen, was vorgefallen ist, aber keine Erklärung bieten. Sie bergen den Kopf eines toten Konstrukteur und schaffen es gerade noch zurück auf die Prometheus bevor ein Sandsturm sie trifft. David hat heimlich etwas der schwarzen Flüssigkeit mitgenommen, die sie in der Nähe zu den Konstrukteuren gefunden haben, und gibt unbemerkt Holloway etwas davon zu trinken. In der Nacht schlafen Holloway und Shaw miteinander und am nächsten Tag stellt die unfruchtbare Shaw fest das sie angeblich im 4. Monat schwanger ist. Das Kind, das in ihr wächst, ist jedoch nicht menschlich und in Panik und mithilfe einer automatischen Operationseinheit entfernt sie den mutierten Fötus per Kaiserschnitt.

Shaw wandert durch Schiff und trifft auf David, der sich gerade um Peter Weyland kümmert. Dieser ist gerade aus dem Kälteschlaff erwacht, da sie in einer Statiskapsel noch einen lebenden Konstrukteur gefunden haben. Doch dann gerät die Situation Komplet aus dem Fugen.

Prometheus schmeißt anfangs mit ziemlich viel Metaphysik um sich und benutzt das als Aufhänger für die Handlung. Antworten auf die gestellten Fragen werden so gut wie keine gegeben und so wird die Interpretation vollständig dem Zuschauer überlassen. Prinzipiell ist das nichts Schlechtes, leider mutiert der Film schnell in den altbekannten Hollywood-Braindead-Modus.

Ein Großteil der Charaktere mangelt es an Tiefgang und das bisschen Charakterentwicklung hält bei dem Rest auch nicht lange an, da sie einfach nicht lange genug Überleben. Nur Michael Fassbender alias David hebt sich von der Masse ab, er schafft es glaubwürdigen einen emotionslosen (und soziopathischen) Androiden darzustellen. Obwohl ihn das Drehbuch mit den oft nichtssagenden und redundanten Dialogen nicht wirklich unterstützt.

Was der Film aber richtig macht, sind die bildgewaltigen Eindrücke, die er liefert. Fast sofort, nachdem die Handlung auf das Raumschiff wechselt, fühlte ich die Vertrautheit des Sets aus dem ersten Alien Film (1979). Da hört es aber schon auf, statt des erhofften Horrors gibt es nur stoische Survival Action mit dem versuchten Ansatz des Horrors.

Aber was denn jetzt genau im Film passiert ist, ist wie ich schon sagte Interpretation des Zuschauers. Ich bin kein Freund des Überanalysierens und versuche gar nicht erst Metaphysische Erklärungen zu bieten. Meiner Meinung nach haben die Konstrukteure mit Hilfe der schwarzen Flüssigkeit Terraforming betrieben und so auf Leben erschaffen, wohlmöglich auch auf der Erde.

Der Konstrukteure in der ersten Sequenz des Films, opfert sich um die biologischen Grundlagen (DNA) für Leben in die Welt zu bringen. Bei der Flüssigkeit, die die Besatzung der Prometheus an Board der Konstrukteur-Schiffe fand, handelt es sich nicht, wie im Film genannt, um eine biologische Waffe, sondern um eine Art Mutations-Katalysator, der möglicherweise Evolution beschleunigt. Nach dieser Theorie, wollten die Konstrukteure die Erde nicht angreifen, sondern in die Evolution der Menschen eingreifen.

In einer Szene im Film, als die Besatzung die Schiffe erkundet, stoßen sie auf eine Art Tempel, in der man eine Skulptur eines „Aliens“ sieht. Somit liegt die Vermutung nahe, das die Konstrukteure versuchen die Rasse zu erschaffen, indem sie die Menschen quasi als Zwischenschritt benutzten. Irgendetwas ist aber schief gegangen und die Schiffe blieben auf LV-426 und sind nicht bis zur Erde gekommen. Woran das lag, könnte ich nur wild spekulieren, da der Film nicht genug Anhangspunkte aufweist.

Prometheus ist einer dieser Filme, die mehr sein wollen, aber kläglich an den selbst gesteckten Zielen scheitern. Ich denke da hat ein großer Teil die Holywood Konformität schuld, aber Ridley Scott schafft es immerhin noch genug Originalität einfließen zu lassen, um sich von der Masse ab zu heben, aber gerade nur so und das auch nur dank der visuellen Ästhetik. Die metaphysischen Ansätze die in reinem Geblubber enden und die viel zu offenen Interpretationsmöglichkeiten haben mich vom Film nicht gerade begeistert. Schade eigentlich.

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