Meine Meinung zu Defiance (TV Serie) Pilotfolge

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Gerade eben habe ich mir die Pilotfolge von Defiance angesehen, der neuen Serie auf SyFy. Es ist eine ungewöhnliche Mischung aus Dystopie, Western und Aliens. Das besondere an Defiance ist, das beinahe gleichzeitig zum Serienstart das gleichnamige MMO gestartet ist. Das habe ich auch schon angespielt (aber nur sehr kurz) und bis jetzt hatte es nicht viel gemein mit der Pilotfolge. Aber gehen wir erst einmal auf Vorgeschichte beziehungsweise die Handlung ein.

Die außerirdischen Rassen, erkennen das ihr Sonnensystem kurz vor dem aus steht. Die einzige Möglichkeit sich zu retten besteht daraus, riesige Raumschiffe zu bauen in denen die Bevölkerung im Kälteschlaf zu dem einzigen Planeten gebracht wird, der ihres Wissens nach bewohnbar ist. Knapp 5000 Jahre später erreicht die massive Flotte von Raumschiffen die Erde, die Regierungen der Welt haben, aus Angst, eine weltweite Militärkoalition gebildet. Zuerst wird versucht die nahende Flotte vor den Menschen geheim zu halten, doch dies gelingt nicht lange. In Brasilien wird eine Asylzone für die Außerirdischen errichtet, doch der Platz reicht bei weitem nicht und so werden unzählige Außerirdische weiterhin im Kälteschlaf in ihren „Archen“ im Orbit gelassen. Es kommt immer mehr zu Spannungen zwischen Menschen und Außerirdischen aufgrund der Lebensbedingungen. Als ein außerirdischer Diplomat live im Fernsehen erschossen wird, ist dies der tropfen der das Fass zum überlaufen bringt und Krieg bricht aus. Während des Höhepunktes des sogenannten Fahl-Krieges explodiert die komplette Flotte von Archen im Orbit der Erde. Die Trümmer der Flotte regnen für Jahrzente auf die Erde und sorgen für eine unkontrollierte Terraformung, die Fauna und Flora der Erde wird nie wieder die gleiche sein. Der Krieg geht währenddessen ununterbrochen weiter, bis zu der Schlacht bei San Francisco. Dort legen gleichzeitig Soldaten der Menschen und Votan gleichzeitig die Waffen nieder, was als Schlacht von Defiance bekannt wird. Dieses Ereignis verbietet sich wie ein Lauffeuer um die Welt und ein Waffenstillstand wird ausgehandelt und die Republik der Erde wird gegründet.

Ort der Handlung sind die Ruinen von St. Luis, die Stadt wurde in Defiance umbenannt und ist eine Bergbaustadt. Es wird Gulanit abgebaut, dies ist ein außerirdisches Mineral das sich dort in einer großen Ader gebildet hat.

Nach der erfolgreichen Plünderung eines Ark-Falls (Niedergang von Trümmern einer außerirdischen Arche auf die Erde) und auf der Flucht vor eine Bande von Banditen rettet sich der ehemaliger Leutnant der Weltmilitär-Koalition, Joshua Nolan (Grant Bowler) und seine Adoptivdichter Irisa (Stephanie Leonidas) nach Defiance. Nur anhand des Torbogens erkennt Nolan das es sich um die Überreste von St. Luis handelt. Die Stadt hat sich in einen Zufluchtsort von sowohl Menschen als auch Außerirdischen verwandelt. Doch die Spannungen zwischen den Rassen sind noch vorhanden. Die neu ernannte Bürgermeisterin Amanda Rosewater (Julie Benz) tut alles in ihrer Macht um den Frieden in Defiance zu erhalten und gleichzeitig die Stadt unabhängig zu halten. Das außerirdische Ehepaar Datak (Tony Curran) und Stahmat (Jaime Murray) Tarr sind die unangefochtenen Unterweltbosse von Defiance. Sie haben ihre Hände in allem was Profit bringt, sei es Glücksspiel oder Waffenschmuggel. Doch der brüchige Frieden der Stadt wird erschüttert, als einer der Söhne von Rafe McCawley (Graham Greene) umgebracht wird. McCawley ist der Besitzer der Gulanit Miene und damit einer der reichsten und einflussreichsten Männer der Stadt. Als der Örtliche Ordnungshüter während einer Barschießerei ums Leben kommt ist es an Nolan und der Bürgermeisterin Amanda den Schuldigen zu finden, bevor Rafe McCawley den unschuldigen Sohn von Datak Tarr lyncht. Doch während seinen Ermittlungen stößt Nolan auf eine Gefahr die die komplette Stadt bedroht.

Ich würde jetzt gerne sagen, das ich jedem die Fernsehserie empfehlen kann, aber leider ist sie gerade nur so Durchschnitt. Die CGI-Effekte sind so offensichtlich und wirken stellenweise extrem deplatziert. Die außerirdischen sind etwas Einfallslos, hier eine Gesichtsprothese, dort ein bisschen Fell oder einer Perücke und Kontaktlinsen und das war es auch schon.

Mir ist durchaus klar, das es bei Pilotfolgen nur darum geht die Protagonisten, ihre Beziehungen zu einander und ein gewisse Grundhandlung ein zu führen. Aber ich war ziemlich enttäuscht, was mir da in den knappen 85 Minuten entgegen schwappte war nur generischer Einheitsbrei ohne große Innovation aber dafür mit jeder Menge Klischees. Da haben wir den ehrhaften Halunken und Kriegshelden Nolan, die Ehrwürdige Bürgermeisterin Amanda, den Unterweltboss und seine Intrigante Gattin und die Besitzerin des Bordells/Bar als Jack-of-all-Trades und natürlich der wissenschaftliche Aspekt wird von der Ärztin abgedeckt. Natürlich braucht jede Serie auch einen Antagonisten, dies ist in diesem Fall die ehemalige Bürgermeisterin und ihr verbündeter, die auf der Suche nach einem nicht näher Definierten Schatz sind, der sich irgendwo in Defiance befinden soll.

Im Internet habe ich oft gelesen das Defiance die nächste „Battlestar Galactia“ Serie sein soll, aber das kann ich kaum glauben. Zu keiner Zeit hat sich bei mir Sympathie zu den Charakteren oder Spannung zu der Handlung eingestellt. Das einzige was diese Serie eventuell aus der Masse abheben könnte ist das gleichnamige Massive Online Player Spiel, das auf eine nicht näher definierte Art mit der Serie verbunden sein soll. Aber es gibt ein Argument um diese Serie zu sehen, es gibt momentan keine andere Science Fiction Fernsehserie die der Erwähnung wert wäre, also werde ich Defiance weiter verfolgen.

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